Doing Good Challenge
 

 

Projektideen

Für ein soziales Engagement von Jugendlichen gibt es viele Ansätze und Möglichkeiten. Hier stellen wir die Aktionen und Projekte der Gewinnerteams der Doing Good Challenge 2016/17 vor.


Fotokalender für Fundraising

Laura, Katja und Annika vom Otto-Hahn-Gymnasium in Furtwangen machten ein Fotoshooting mit Jugendlichen und deren Geschwistern in einer Nachsorgeklinik. Hierbei entstanden wunderschöne Bilder, mit denen die drei einen Jahreskalender gestalteten.  

Dieser Kalender wurde verkauft und der Erlös der Kinderklinik zum Kauf von Spielen gespendet. Für ihre Sozialaktion konnten die drei den Bürgermeister der Stadt Furtwangen als Schirmherren gewinnen. Dies brachte zusätzliche Aufmerksamkeit für die Aktion und die Nachsorgeklinik.


Kochwettbewerb für Kinder

Ali, Lennart, Daniel, Angelina und Hamza aus Berlin veranstalteten einen Kochwettbewerb und brachte dafür die Regel- und Willkommensklassen einer Grundschule zusammen. Durch die Zusammenarbeit von Kindern verschiedenster Kulturen in einem Team sollten die Kinder lernen, ein gemeinsames Ziel zu erreichen und dabei alle Herausforderungen kreativ im Team zu lösen.   

"Integration von geflüchteten Kindern", "Bewusstsein schaffen für gesunde Ernährung" und "Vermittlung von Teamplay" - die Aktion deckte damit gleich mehrere Themenbereiche ab.         


Basteln mit Hospiz-Kindern

Susann, Tanja, Antonia, Patricia und Anna Maria vom BBZ Meiningen sowie ihre ganze Klasse beschäftigten sich mit der Situation eines Hospizes für unheilbar und lebensverkürzend erkrankte Kinder. Im Vorfeld eines Aktionstages im Hospiz wurden Spenden gesammelt (da die Einrichtung keine staatl. Förderung erhält), Kuschelkissen für die Kinder genäht und Schutzengel gebastelt. Am Aktionstag selbst boten mehrere Teams unterschiedliche „Unterhaltungsstationen“ für die Kinder an.  

Das Team bastelte mit den Kindern Collagen aus Gewürzen. Die Kinder hatten viel Freude am Basteln. Indem sie sich mit dem Duft und der Textur der Materialien auseinandersetzten, wurden aber auch andere Sinne angesprochen. Es entstanden tolle Kunstwerke, die bei den Kindern Erinnerungen an schöne Zeiten wachriefen.

    

Frühlingsfest für Demenzkranke

Anouk, Liv, Maja und Zehra von der Glocksee Schule Hannover organisierten ein Frühlingsfest für die Demenzkranken eines Seniorenheimes und bauten verschiedene „Kreativ- und Spielstationen“ auf. So wurden zum Beispiel Blumen gepflanzt oder die Teilnehmer konnten sich im Ringe-Werfen üben. Ziel war es, den Senioren einen abwechslungsreichen Tag zu bieten, bei dem sie durch ausgewählte Aktionen motorisch und mental aktiv werden und Freude am Miteinander haben.  

Mit der Aktion schaffte das Team ein Angebot geschaffen, das weit über die Möglichkeiten des „Regelbetriebes“ eines Seniorenheimes hinausgeht.              


Kinderrechtsfestival

Lara, Amisha, Bela Felix, Tabea und Berit aus Bonn luden Kinder im Alter von 5-13 Jahren aus verschiedenen sozialen Schichten zu einem „Kinderrechtsfestival“ ein. Ziel war es, einen schönen Tag für die Kinder zu gestalten und ihnen nebenbei etwas über „Kinderrechte“ zu vermitteln. Es wurde gespielt, getanzt, gemeinsam Sport gemacht und gekocht. In Gruppen studierten die Kinder etwas ein und brachten es am Ende des Tages vor Geschwistern, Eltern, Großeltern und Freunden zur Aufführung.  

Das Team hat damit ein schwieriges Thema aufgriffen und auf wundervolle Art den Kindern und ihren Familien vermittelt. Dass es dabei sogar einen Misshandlungsfall aufgedeckt hat, war zuerst ein Schock, hat aber sicherlich den weiteren Lebensweg eines Kindes entscheidend verändert.       

    

Kochen mit Geflüchteten

Susanna, Denise, Chantal, Alessia und Anna von der IGS Gerhard Ertl in Sprendlingen engagieren sich für die Integration von sozial Benachteiligten, Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten. Gemeinsames Kochen mit gespendeten Lebensmitteln, gemeinschaftliches Essen und anschließend spielerische Aktivitäten sollen nicht nur ein Zeichen für „Integration“ sondern auch gegen die „Verschwendung von Lebensmitteln“ setzen. Das Team konzipierte dieses Vorgehen, mobilisierte Unterstützer und organisierte eine Auftaktveranstaltung und eine Spendenaktion beim Schulfest.  

Das Team hat ein Projekt konzipiert, das verschiedene Elemente (Spenden- und Lebensmittel sammeln, gemeinsam Spielen und Kochen, Interaktion mit anderen etc.) großartig miteinander kombiniert und dabei auch sehr stark auf Kommunikation und „Voneinander Lernen“ setzt. 

    

Handyführerschein für Senioren

Kilian, Nick Rene, Aliya Sophie, Viktoria und Hanno von der Kurt-Tucholsky Schule in Flensburg organisierten ein „Smartphone-Coaching“ für Senioren. Ziel war es, den Senioren den Umgang mit Smartphones zu erleichtern und damit ihre Kommunikation mit Freunden und Verwandten - insbesondere der jüngeren Generation - zu verbessern. Während einer 1:1 Betreuung erhielten die Senioren eine individuelle Schulung zu ihrem Smartphone und machten damit den „Handyführerschein“.  

Das Team wurde unterstützt von der ganzen Klasse, die nicht nur beim Coaching half sondern auch bei der Zubereitung eines reichhaltigen Buffets, das den Senioren in der Pause angeboten wurde. Das Team hat gezeigt, wie leicht und begeisternd eine Generationen-übergreifende Zusammenarbeit sein kann.           

 

Kulturaustausch mit Geflüchteten

Verena, Laura und Lisa aus Prenzlau organisierten einen Austausch zwischen geflüchteten und deutschen Familien. Den erwachsenen Geflüchteten wurden dabei die kirchliche Ostergeschichte und deutsche Ostertraditionen nahe gebracht. Die Kinder konnten gemeinsam basteln, spielen und Ostereier bemalen. Ziel war es, die Geflüchteten einfach einmal aus ihren teils tristen Unterkünften herauszuholen und durch gezielte Vermittlung von deutschen Traditionen deren Integration zu fördern.  

Für die Kinder, die – wenn sie nicht in einen Kindergarten gehen – kaum in Kontakt zu deutschen Kindern kommen, war es sicherlich ein schönes und einprägsames Erlebnis, das ihre Offenheit für die fremde Kultur fördert.           


Kochen und Spielen mit Kindern aus suchtbelasteten Familien

Luise Catherine, Malte Jakob und Soliman aus Bonn wollten Kindern aus suchtbelasteten Familien einen Wunsch erfüllen und sie durch einen Tag voll Spaß und Freude für einen Moment die alltäglichen Probleme vergessen lassen. Hierzu empfing das Team die Jugendlichen mit selbst kreierten, alkoholfreien, bunten Cocktails.  

Mit Begeisterung und Ausdauer wurde anschließend gemeinsam über 5 Stunden ein 3-Gänge-Menü gekocht und genossen, unterbrochen durch heitere Kickturniere, lustige Kreativspiele, Toben und immer neuen Cocktail-Kreationen.           

 

Verschönerung einer Flüchtlingsunterkunft

Maura, Gesa, Natalia, Mia und Verena vom Johanneum zu Lübeck halfen schon seit einer Weile in einer Flüchtlingsunterkunft. Dabei fiel ihnen auf, wie trist und wenig ansprechend die Unterkünfte sind. Für die DGC entwickelte das Team daher eine Aktion, bei der es zusammen mit Kindern und Jugendlichen bunte Banner malte.  

Ziel war es, mit Flüchtlingskindern deren Unterkunft bunter und individueller zu gestalten und ihnen Abwechslung zu bieten. Dabei sollte auch die Gemeinschaft untereinander gefördert werden.        

  

Ratgeber für Mitschüler

Sofie, Lara, Lena-Marie, Thom und Mira von der Friedrich-Spee Realschule plus in Neumagen-Dhron engagieren sich als Streitschlichter, Schülerpaten und Klassensprecher. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass es Situationen gibt, in denen ihre Mitschüler einfach nicht mehr ansprechbar sind – weder von Lehrern noch von Gleichaltrigen. Eine solche Krisensituation ist für sie ein Notfall, und hierfür haben sie ein Hilfe-/Ratgeber-/Notfall-Buch geschrieben.  

Das Buch soll verzweifelten Mitschülern helfen, damit sie sich nicht isolieren und sich ihre Probleme sich nicht noch verschlimmern, sie aufmuntern, ermutigen und ihnen Tipps geben. Den Druck des Buches finanzierte das Team über den Verkauf von selbstgebackenen Donuts in der großen Pause. Das Buch wurde dann in der Lehrer-Gesamtkonferenz und bei einer SV-Sitzung bekannt gemacht.      

       

Unterstützung einer Tiertafel

Michelle, Sophie und Alina von der Erich-Kästner-Realschule Brühl sammelte Futterspenden für die „Tiertafel RheinErft“ und half zusätzlich bei der Futterausgabe und bei Lagerarbeiten. Ziel war es, bedürftigen Menschen und ihren Tieren zu helfen. Kein Napf sollte leer bleiben und die Besitzer sollen ihren „besten Freund“ nicht durch finanzielle Nöte verlieren.  

Es wurde viel telefoniert und E-Mails geschrieben, und am Ende der Sammelaktion konnte das Team einen ansehnlichen „Berg“ an Futtermitteln an die Tiertafel übergeben.          

   

Renovierung eines Waldkindergartens

Max P., Max R., Stefan Marian, Michel und Jacline von der Schule Conventz in Roetgen haben einen Spielplatz und Waldkindergarten renoviert, der direkt neben einem Wildschweingehege mit 30 Tieren liegt. Damit Kinder diese einmalige Möglichkeit der Tierbeobachtung gerne nutzen, haben die fünf das Gelände des Waldkindergartens so aufgewertet, dass die Kinder dort eine schönere Zeit in der Natur verbringen können.  

Das Team hat gemalert, Bänke restauriert und sogar eine neue Feuertonne aus Schrottmaterial geschweißt. Bei der Auswahl der verwendeten Materialien legte das Team besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Wiederverwertung.         


Spendenlauf für Waisenhaus

Yonca-Lena, Fabian, Moritz, Steven und Joas von der Kirnbach Realschule Niefern veranstalteten einen Spendenlauf, mit dem der Bau eines Waisenhauses in Burkina Faso für „Erde der Kinder“ unterstützt wird. „Erde der Kinder e.V.“ ist ein Verein in Niefern-Öschelbronn. Es besteht ein regelmäßiger, persönlicher Kontakt nach Burkina Faso, so dass die Spendengelder ohne Verwaltungsaufwand 1:1 den Waisenkindern zugutekommen (www.erdederkinder.de).  

Für den Spendenlauf hat das Team schon Monate vorher Sponsoren gesucht und sich um die Planungen gekümmert. Alle Schulklassen und auch viele Lehrer nahmen an dem Lauf teil. Am Ende kamen 2.700 Euro für das Waisenhaus zusammen.    


Wunschbaum für Kinderheim

Paula, Luisa und Friederike von der Städtischen Realschule Lüdinghausen erfüllte mit Hilfe eines „Wunschbaumes“ den Kindern in den umliegenden Kinderheimen, da sie sonst vermutlich keine Weihnachtsgeschenke bekommen hätten, einen Weihnachtswunsch.  

Die Kinder durften einen Wunsch äußern, der dann auf einem Stern an den Baum gehängt wurde. Interessierte konnten die Sterne abnehmen, das entsprechende Geschenk kaufen und bei der Schule abliefern. Pünktlich zu Weihnachten wurden die Geschenke an die Kinderheime verteilt.         


Singen für Obdachlose

Nadja, Brian, Ilknar Zehra und Batul von der Erich-Kästner-Oberschule in Laatzen unterstützte in Hannovers Innenstadt die Verkäufer/innen von „Asphalt“, ein Obdachlosenmagazin, musikalisch beim Verkaufen, um damit auf die besondere soziale Situation der Verkäufer/innen und den Verkauf selbst aufmerksam zu machen. Asphalt bietet Obdachlosen und anderen Bedürftigen die Möglichkeit auf einen Wiedereinstieg in ein geregeltes Leben.  

Das Team hat mit seinen Auftritten in der Fußgängerzone nicht nur sich selbst in die manchmal sicherlich etwas frustrierende Situation der Verkäufer/innen versetzt, sondern auch richtig Stimmung gemacht. Intensiv wurde Medienarbeit betrieben, von Zeitungsartikeln bis hin zu Radiobeiträgen und damit gezeigt, dass für den Erfolg von sozialem Engagement und einer Sozialaktion auch gute Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist.